Baubericht Lama SA 315 B 1:4

Nach vielen Bauaufträgen für Kunden entstand der Wunsch einem großen Scaler komplett nach eigenen Wünschen und Ideen herzustellen und aufzubauen.
Nach langer Findungsphase, sehr vielen Vorüberlegungen, Recherchen und Berechnungen fiel die Wahl auf eine Lama 315 SB im Maßstab 1:4.
Diese soll mit einem Elektroantrieb ausgestattet werden.
Die kleineren Lama Größen waren auch sehr reizvoll da diese natürlich wesentlich einfacher zu transportieren sind.
Der Wunsch nach einem wirklich großen Heli stand aber im Vordergrund und da sowieso ein Anhänger vorhanden ist, fiel die Entscheidung auf die BIG Lama mit ca. 2,55 m Rotordurchmesser und 2,4 m Länge.

Als Design gefiel mir die Lama der schwedischen Firma Stockholms Helikoptertjänst.

Im Folgenden möchte ich Euch am Baufortschritt teilhaben lassen.   

Die Wahl des Baukastens fiel auf die Fa. Vario. Oft hört man Kritik zu den etwas breiteren Stegen zwischen den Scheiben. Wenn man sich den Original-Heli anschaut, mag das schon stimmen. Mir war aber die etwas höhere Stabilität, der schon recht großen Haube, wichtiger.
Nach dem Eintreffen wurde die Grundmechanik zusammengesteckt um sich ein reelles Bild der Größe zu machen. 
Die Größe ist wirklich beeindruckend, "Bigger is better".
   

  • Länge: 2400 mm
  • Rotordurchmesser: 2550 mm
  • Breite Landegestell: 570 mm
  • Höhe: 830 mm

Obwohl es einem Frevel gleichkommt einen solchen Heli nicht mit Turbine zu bauen, habe ich mich für einen Elektroantrieb entschieden.
Der Hauptgrund war, dass auf vielen Modelflugplätzen keine Turbinenmodelle mehr geflogen werden dürfen.
Um aber für die Zukunft vorbereitet zu sein wurde bewusst die Version mit Turbinenmechanik genommen.
Man weiß ja nie was kommt.....

Als ersten Bauabschnitt wurde die Mechanik in Angriff genommen. 
Diese macht einen soliden Eindruck. Aus Vorsicht wurden auf der Rotorwelle ein weiteres Drucklager und doppelte Klemmringe eingebaut um ein axiales Verschieben der Rotorwelle zu verhindern. 
Wie schon in den Vorüberlegungen klar war, sollte der E-Motor so weit wir möglich in der Mechanik sitzen um oben Platz für eine Turbinenattrappe zu haben.

Wie vorab gezeichnet und berechnet, passte der Motor und angefertigtes Ritzel zwischen die bearbeiteten Seitenplatten. Über Langlöcher kann das Zahnflankenspiel eingestellt werden.

Alle Welle-Nabe-Verbindungen wurden nicht nur mit den klassischen Madenschrauben verschraubt sondern zusätzlich auf die ganze Länge mit Welle-Nabe-Klebstoff verklebt. 


Vor dem finalen Zusammenbau wurde die Elektronik-Komponenten eingebaut. Der Regler wird durch die Tankattrappe abgedeckt und soll dadurch nicht sichtbar sein.

Bei der Haube wurden als erstes die großflächigen Scheiben und Türen ausgeschnitten und dann die Spanten eingeklebt. Da die hintere Öffnung ab Werk für den Kerosin-Hopper-Tank nicht notwendig war wurde diese mit einer Holzplatte verschlossen. Die unebene Fläche unter den Anschraubpunkten des Landegestells wurde mit Klebstoff aufgefüllt um beim Verschrauben so wenig wie möglich Spannungen in die Kabine zu bekommen. Dadurch soll die Gefahr einer Rissbildung reduziert werden.
Die originale Haubenbefestigung wurde durch eine Eigenkonstruktion ersetzt. Zwischen die Platten kommt Mossgummi um ggf. Vibrationen aufzunehmen.
Vielen Dank am Frieder der den Bau mit Drucken der 3D-Teilen tatkräftig unterstützt hat.

Um einfach an die Mechanik und die verbauten Komponenten zu kommen ist es notwendig die seitliche Stangen des Gitterrohrrahmens entfernen zu können. Um das recht einfach zu gestalten, wurden die diagonalen Streben abgetrennt und Neodym-Magnete eingeklebt. Auch die Tankattrappen sind mit, auf Aluwinkel aufgeklebten, Neodym-Magneten an der Mechanik befestigt.